Der Pflanzenschnitt
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Allgemeiner Teil
Der Pflanzensaft, der immer nach oben steigt, (in der gesamten Pflanze und am einzelnen Ast) beeinflusst die Stärke des Austriebs der Pflanzen und Obstbäume an den Triebspitzen. Desweiteren bekommen die oberen und äußeren Triebe mehr Licht als die Inneren und treiben dort zusätzlich mehr aus.
Wenn die Pflanze älter wird, verzweigen sich die Triebspitzen mehr und mehr und nehmen sich gegenseitig Licht weg. Sie können vergreisen und absterben, da sie mit der Zeit kaum noch Licht bekommen.
Der steile Trieb
In einem aufrecht wachsenden Trieb werden die Spitzenknospen stärker gefördert als die tiefer liegenden Knospen. Das hat den natürlichen Vorteil, dass die Pflanze höher als seine Konkurenz wäüchst. Desweiteren wird an jeder Triebspitze ein Hormon gebildet, dass den Austrieb der unteren Knospen hemmt.
Der schräge Trieb
Auch bei einem schräg stehenden Ast drückt der Saft nach oben, aber die oberste Knospe bekommt nicht mehr den gesamten Saftdruck, wie beim steilen Trieb. Der Druck verteilt sich mehr und deshalb treiben hier die Triebe fast auf der ganzen Länge auf der Oberseite aus. Die einzelnen Triebe sind aber schwächer und die Triebunterseite wird benachteiligt. (keine Triebe oder nur kurze)
Viele schwache Triebe, wie beim Spalierobst, bilden mehr Blüten und damit mehr Früchte als wenige starke.
Hängende Triebe ersetzen
Bedingt durch die schwere der Früchte hängen im Laufe von Jahren die Äste und Triebspitzen nach unten. Weil der Saftdruck aber immer nach oben steigt, treiben die Knospen am Scheitelpunt am stärksten aus und nicht in den Triebspitzen.
Deshalb schneidet man die Äste kurz nach einem nach oben wachsenden Jungtrieb ab; dadurch ersetzt man das hängende Holz.
