Gurken, empfindliches Tropengemüse

Anbau

im, Gurken anbauen, Gurken im garten

Gurken, Cucumis sativus, dürfen nie vor den Eisheiligen in den Garten. Dieses Kürbisgewächs braucht einen sonnigen und windgeschützten Platz. Die Aussaat erfolgt Anfang Mai, die Pflanzen werden auf der Fensterbank vorgezogen und dann Mitte Ende Mai ins Freiland gesetzt.
Da Gurken zu den Starkzehrern gehören muss dass Beet im Herbst mit Kompost und einer Mulchdecke vorbereitet werden.
Man kann diesen wärmeliebenden tropischen Pflanzen aus Hinterindien auch eine Art Fußbodenheizung bereiten. Dazu hebt man in der Mitte des Beetes einen Graben aus und fült diesen mit Pferdemist oder Kompost. Darüber schichtet man den Erdaushub mit Kompost vermischt zu einem Hügel auf. Auf dem Rücken dieses ca. 30 cm breiten Walls zieht man eine Rinne und drückt die Gurkenkerne in Abstand von 10 cm in die Erde.
Wenn man dann, nachdem das dritte bis fünfte Blatt erschienen ist, die Spitzen der Pflanzen herauskneift, wachsen so viele reich tragende Seitentriebe.
Die Pflanzen immer feucht halten und mit warmen, abgestandenen Wasser gießen. Bei Trockenheit wachsen die Pflanzen nicht und die Früchte werden bitter. Zwei bis dreimal im Jahr mit verdünnter Brennesseljauche gießen.

Ernte

Die Ernte erfolgt frisch von Anfang Juli bis September. Die Früchte vorsichtig pflücken, damit die Ranken nicht beschädigt werden. Gurken kann man nicht einfrieren, das sie dabei ihr Aroma verlieren.

Tip

Da Gurken Rankpflanzen sind, sollte man ihnen eine Rankhilfe aus Draht oder Maschendrahtzaun anbieten. Dies hat zudem den Vorteil, dass die Ernte leichter ist und die Früchte sauber bleiben und für Bodenschädlinge nicht mehr erreichbar sind.
Gurken kann man im dunklen Keller eine Zeit lang lagern, indem man sie mit dem Stielansatz nach unten in einen Topf mit Wasser stellt, so dass mindestens ein drittel herausschaut.

Die Pflanzen sind sehr anfällig gegen Pilzkrankheiten. Man sollte weniger anfällige Sorten beim Anbauen wählen und vorbeugend mit Schachtelhalmbrühe spritzen.
Gurken und Tomaten nicht zu nahe beeinander pflanzen. Gute Nachbarn sind Bohnen, Sellerie, Lauch, Rote Beete, Salat und Kohl. Dill kann man zwischen den Gurkenpflanzen wachsen lassen.
Weiße Flecken auf der Oberseite und gelblich braune Flecken auf der Unterseite der Blätter sind Anzeichen für den Falschen Mehltau, der bei langanhaltenden feuchten Wetter auftritt. Der echte Mehltau ensteht dagegen bei Wärme und Trockenheit. Er ist an einem geschlossenem mehligen Überzug zu erkennen.
Die Gurkenkrätze wird durch einen Schmarotzerpilz hervorgerufen. Er wird durch schorfige, rissige Flecken und einer samtigen dunklen und gummiartigen Ausscheidung an den Befallstellen erkannt.
Alle kranken Pflanzenteile sofort vernichten, da die Pilze in den Pflanzenteilen überwintert. Das Beet in den nächsten Jahren nicht für Gurken verwenden.

Gurkensaft hilft bei Brustleiden und Fieber und erhält eine reine Haut.