Man braucht ein Holz oder Plastikfaß. Kein Metallfaß verwenden, da hier sonst ungewünschte Chemische Reaktionen während der Gährung entstehen können. Als Deckel verwendet man einen Drahtrost, damit keine Tiere reinfallen.
Nun wird das Grünzeug hineingefüllt und das Wasser; idealerweise Regenwasser, darüber gegossen. Die Tonne wegen der Gährung nicht ganz voll füllen und an einen möglichst sonnigen Platz stellen, damit der Prozess schneller statt findet. Einmal am Tag muss die Jauche umgerührt werden, damit Sauerstoff in das Gebräu gelangt.
Anwendung
Jauche muss verdünnt werden. In der Regel in einem Verhältnis von 1:10. Sie ist fertig wenn sie eine dunkle Farbe angenommen hat und nicht mehr schäumt. Dies ist so in ca. 2 Wochen.
Sie wird in den Wurzelbereich der Pflanzen gegossen. Dabei ist zu beachten, dass die Blätter nicht übergossen werden, da sonst Verbrennungsgefahr besteht.
Pflanzen zur Jaucheherstellung
Brennessel:
Lockt Regenwürmer an, wirkt heilend und Chlorophyllbildend.
Beinwell, Comfrey:
Sehr stark stickstoff und kalihaltig. Sie fördern besonders Tomatenpflanzen und können mit Brennessel gemischt werden.
Verschiedene Kräuter:
Schachtelhalm, Kamille, Pfefferminze, Ysop, Majoran, Rainfarn, Farnkraut, Löwenzahn, Zwiebeln und Knoblauch.
Tierische Dünger wie Horn, Blut oder Knochenmehr oder etwas reifen Kompost können dann, wenn gewünscht unter die ferige Jauche gemischt werden.
Tierische Jauchen
Tierische Jauchen entstehen, wenn man tierische Exkremente wie die Pflanzenjauchen ansetzt. Dies sind:
Kuhmist ohne Stroh, frischer oder getrockneter Hühnerdung und Guano.