Johannisbeeren

Johannisbeeren pflanzen, Johannisbeeren schneiden

Johannisbeeren zur Familie der Steinbrechgewächse zählend gedeihen an Hängen und zwischen Obstbäumen. Je sonniger sie allerdings stehen, desto reicher tragen sie und desto höher ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen.
Die Sträucher werden im Herbst oder im zeitigen Frühjahr gepflanzt. Johannisbeeren sind Flachwurzler und es sollte deshalb vor der Pflanzung eine Bodenlockerung vorgenommen werden, da dies dannach nicht mehr möglich ist.
Die Wurzeln der Pflanzen werden vorher in ein Gemisch aus Schachtelhalmtee und Lehm getaucht und dann in einen Abstand von 1,50 bis 1,80 cm gepflanzt. Zwischen den Reihen sollten 2 bis 3 m Abstand sein.
Das Pflanzloch wird mit reifem Kompost gefüllt; etwas Steinmehl kann zugegeben werden. Nach der Pflanzung werden die Triebe um zwei Drittel zurück geschnitten. Eine Mulchdecke darf auf keinen Fall fehlen. Diese hält die Bodenfeuchtigkeit, welche die Pflanzen lieben und schützt die flachen Wurzeln der Pflanzen.

Schwarze Johannisbeeren lieben noch mehr Bodenfeuchtigkeit als Rote Johannisbeeren. Sie vertragen auch mehr Schatten. Sie haben sich auch in rauheren Gegenden bewährt.

Sorten

Es gibt von allen Sorten gibt es Sträucher, Hochstämmchen und Halbstämmchen. Die Sträucher lassen sich auch als Spalier an Drähten binden; die Hochstämmchen sind mehr für kleine Gärten geeignet und lassen sich bequemer pflegen und ernten. Wenn sie reich tragen brauchen sie aber eine Stütze.

Rote Sorten

Heros, große Beeren, ertragreich und frühreifend

Jonkheer van Tets, starkwachsend, frühreifend

Rote Holländische, alte Sorte, auch für rauhe Lagen

Heinemanns Rote Spätlese, starkwüchsig, Ernte erst im August

Weiße Sorten

Weiße Jüterborger, robust, mittelfrüh, gut für Rohkost

Weiße Versailler, reichtragend, besonders lange Trauben

Schwarze Sorten

Rosenthals Langtraubige, große Beeren, hoher Vitamin C Gehalt

Silvergieters Schwarze, ertragreich und mild, wenig Vitamin C

Beide genannten Sorten fördern sich gegenseitig in der Befruchtung.

Tips

Von den abgeschnittenen Zweigen kann man gut Stecklinge gewinnen. Ein 15 bis 20 cm langes Stück unterhalb eines Auges schräg abschneiden. Diese Triebspitze schräg in die Erde stecken. Sie bildet Wurzeln und kann im nächsten Jahr verpflanzt werden.

Eine Unterpflanzung mit Wermut schützt die Pflanzen vor Säulenrost. Auch Farn tut ihnen gut. Vorbeugend mit Schachtelhalmtee oder Zwiebelschalenbrühe spritzen. Schützt vor Pilzkrankheiten.
Im Frühjahr mit Brennesselbrühe gießen.

Schwarze Johannisbeeren haben noch mehr Vitamin C und ihr Saft stärkt die Abwehrkraft im Winter, besonders wenn Grippe droht.

Johannisbeeren schneiden

Rote und Weiße Johannisbeeren tragen am zwei bis dreijährigem Holz. Alle Äste, die älter als 4 Jahre sind (sehr dunkles Holz) werden tief am Boden abgeschnitten. Man lässt dann jedes Jahr 2 bis 3 kräftige Jungtriebe nachwachsen. Der Strach soll dann 8 bis 12 Triebe haben; überflüssigen Nachwuchs entfernen.
So bleibt der Strauch luftig und gesund.

Schwarze Johannisbeeren tragen am einjährigen Holz. Den Strauch muss man also ständig verjüngen. Nach der Ernte schneidet man alle abgetragenen Ruten dicht über dem Boden ab. Man lässt 2 bis 3 starke Neutriebe nachwachsen, so dass der Busch bis zu 8 Hauptäste hat. Alles was nach innen wächst wegnehmen.