Die Kartoffel

Anbau

Kartoffel anbauen, Kartoffeln pflanzen

Die Kartoffel ist bei den Indianern Perus seit über 2000 Jahren in Kultur und wurde von den Spaniern nach Europa gebracht. Das Nachtschattengewächs enthält weniger Kalorien als Reis und Nudeln, aber reichlich Vitamin C, Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin A. Kartoffeln sind sehr eiweißreich und gehören daher ernährungswissenschaftlich zu den gesunden Lebensmitteln.

Allerdings hat die Kartoffel aus der Monokultur erheblich an Geschmack verloren. Kartoffeln aus biologischem Anbau und mit Kompost gedüngt sind wegen ihres Wohlgeschmacks wieder eine echte Delikatesse.

Kartoffeln lieben lockeren humusreichen Boden in erster Tracht. Deshalb sollte das Beet im Herbst mit Kompost vorbereitet und sorgfältig gemulcht werden.
Die Saatkartoffeln werden in Kisten vorgekeimt. Der Raum sollte etwas warm und hell sein und die Kartoffeln auf den Nabel gestellt werden, so daß das Kronenende mit den meisten Augen nach oben weist. Die Pflanzzeit ist Ende März bis Ende April; die Bodentemperatur soll mindestens 7 C betragen.
Das Saatgut sollte nicht durchgeschnitte werden, da es sonst Angriffsflächen für Pilze und Kälte bietet.
Die Kartoffelfurchen sollten mit einem Abstand von 40 bis 50 cm gezogen werden; bei einem Abstand von 75 cm kann man auch Mischkulturen anlegen. Die Saatknollen dann 30 bis 50 cm voneinander entfernt 5 cm tief legen. Die Reihen dann nochmals mit reifem Kompost ausfüttern und schließen.
Nach dem Keimen kann man die Reihen anhäufen, dies ist jedoch nicht nötig. Als Nachfrucht kann man später auf die Kartoffelbeete Grünkohl, Rosenkohl oder Chinakohl pflanzen.

Ernte

Wenn die Kartoffel eine feste Schale hat ist sie reif. Frühkartoffeln erntet man von Mitte Juni bis Mitte Juli, mittelfrühe Sorten im August und späte Sorten von August bis September.
Lagern lassen sich die Erdäpfel in einem luftigen, etwas feuchten Raum bei einer Temperatur von 7 bis 8 C. Wo es kälter ist wird die Stärke in Zucker umgewandelt und die Kartoffeln schmecken süß. Der Lagerraum muss dunkel sein, denn bei Lichteinfluß werden die Kartoffeln grün und entwickeln das Gift Solanin. Diese Stellen sofort wegschneiden.

Spezielle Tips

Urgesteinsmehl verbessert den Geschmack der Kartoffeln. Schachtelhalmtee wirkt vorbeugend gegen Pilzkranheiten.
Falls der Kartoffelkäfer auftaucht kann man die Pflanzen mit Algenkalk bestäuben.
Gute Nachbarn für die Kartoffeln sind Kohl, Meerrettich, Erbsen, Bohnen, Tagetes und Kapuzinerkresse.

Peru, die Heimat der Kartoffel

Peru, die Heimat der Kartoffel. Über 3000 Arten hat man schon gefunden. Die Andenbewohner leben hauptsächlich von Erdäpfeln. Das Internationale Kartoffelinstitut in der Hauptstadt Lima ist das Fort Knox der Knollen.
Peruanische Wochenmärkte, ein Schmaus für den Gaumen und fürs Auge. Camote, Camotillo und Canchan, Mariba, Maria Legitima und Mashua. Fest oder weichkochend, früh oder spätreif, mehlig oder körnig.
Das nationale Nahrungsmittel bietet schwindelerregende Variationsmöglichkeiten, dazu kommen noch die anderen Verlockungen der Andenküche.
Die Kartoffel, eine eigene Welt des Geschmacks.