Kohlrabi

Anbau

Kohlrabi pflanzen, Kohlrabi anbauen

Kohlrabi, Brassica alferaceae var. gongylodes, benötigt kein eigenes Beet und kann überall zwischen gepflanzt werden, wo sich ein Platz ergibt. Er benötigt weniger Nährstoffe als andere Kohlarten. Wenn man öfter eine kleinere Anzahl aussät, kann man ihn das ganze Jahr ernten.
Genügend Wasser ist sehr wichtig, damit die Knollen nicht holzig werden. Nicht zu tief pflanzen und mit einem Abstand von ca. 30 cm.

Kohlrabi gehört weder zu den Kohlsorten, die sich aus den Blättern (wie Rotkohl und Weißkohl) entwickeln, noch zu den Sorten die sich aus den Blüten (wie Brokkoli und Blumenkohl) entwickeln. Er bildet sich aus dem unteren Teil der Sprossachse. Dabei verdickt sich der Markkörper der Sprossachse so stark, dass es zu der Ausbildung der sogenannten Sprossknolle kommt. Damit zählt der Kohlrabi zum Stängelgemüse.
Man unterscheidet die weißen Kohlrabi, welche eine hellgrüne Außenhaut haben, und die blauen Kohlrabi, welche äußerlich violett bis dunkelrot gefärbt (Farbstoff Anthocyan) sind. Das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten hellgrün und geschmacklich gibt es keine Unterschiede.

Ernte

Kohlrabi sollte immer frisch und möglichst jung geerntet werden. Man kann auch die Blätter verwenden, sie enthalten viel Eisen. Man verwendet sie wie Suppengrün oder bereitet sie wie Spinat zu.
Man kann den Kohlrabi roh oder gedünstet verzehren und er lässt sich auch gut einfrieren.

Tip

Verdünnte Brennesseljauche lässt ihn gut gedeihen. Die jungen Pflanzen schiessen, wenn sie Frost abbekommen. Gute Nachbarn sind Salat, Bohnen, Sellerie, Radieschen und Gurken. Vor Schnecken schützen.
Wenn man die Knolle so abschneidet, dass 2 bis 3 Blätter am Strunk bleiben bilden sich neue Triebe und man kann später nochmals jungen Kohlrabi ernten.

Frische Kohlrabi erkennt man an einem gesunden, grünen und knackigen Laub. Deshalb die Kohlrabi auch immer nur mit Blättern kaufen, ein ganz wichtiger Frischetest. Weiterhin sollte die Außenhaut der Knollen unbeschädigt und glatt sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks können die Kohlrabi ca. 1 Woche gelagert werden.
Tiefgefroren können Kohlrabi bis zu 9 Monate gelagert werden. Allerdings sollten sie - in Scheiben oder Stifte geschnitten - vorher ca. 3 Minuten blanchiert werden, damit die Struktur und Farbe des Fruchtfleisches nicht zu stark verändert wird.
Wer die Möglichkeit hat, kann sie auch in feuchten Sand einschlagen oder (ohne Blätter) zusammen mit Winterkartoffeln für einige Wochen einlagern. Dazu eignen sich vorwiegend Spätsorten.

Kohlrabi enthalten feinwürzige Senföle, die Senfölglykoside, welche zu den sekundären Pflanzenstoffen und den bioaktiven Substanzen zählen. Sie sind unentbehrlich für unsere Gesundheit. Auch der Gehalt an Ballaststoffen trägt mit zu einer geregelten Verdauung und besseren Sättigung bei. Die Blätter enthalten übrigens noch mehr Nährstoffe als die Knolle. Sie sind besonders reich an Carotinoiden, der Vorstufe zum Vitamin A und sollten deshalb - wenn sie ganz frisch sind - auch mitgegessen werden.