Lauch, Porree
Anbau
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Dieses Gemüse kann man in zweiter Fruchtfolge anbauen, ist aber anstruchsvoller als die Zwiebel. Der Boden muss nährstoffreich und tiefgründig sein. Das Beet sollte schon im Herbst mit Kompost und organischem Dünger (gut verrotteter Rinder oder Schweinemist)vorbereitet werden.
Ab März kann dann der Samen ins Freiland ausgesät werden und ab Mai können die Pflanzen (für frühe Ernten) ins Land ausgesetzt werden. Für den Wintervorrat kann man nochmals Porree von Mai bis Juni aussäen; und Anfang August die Pflanzen versetzen.
Der Lauch braucht 25 cm Reihenabstand und 15 Zwischenraum. Es sollten tiefe Furchen gezogen werden, in die man reifen Kompost hinein siebt. Blätter und wurzeln werden vor dem verpflanzen etwas eingestutzt und mit verdünnter Nesselbrühe angegossen. Diese Jauchedüngung kann man während der Wachstumsperiode mehrmals wiederholen.
Es ist immer für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen. Im Laufe der Pflegearbeiten (hacken) werden die Furchen langsam zuschüttet und später werden die Pflanzen zusätzlich angehäufelt. Dann bekommen sie weiße lange Schäfte.
Schon die alten Ägypter, die Griechen und die Römer wußten Lauch bzw. Porree zu schätzen. Der römische Kaiser Nero schätzte den Porree wegen seiner Senföle, die die Stimme pflegen sollen.
Vom Mittelmeer aus kam das Zwiebelgewächs dann nach Nordeuropa. Auch die Deutschen und Briten schätzten das aromatische Gemüse mit dem langen weißen Schaft und den saftig grünen Blättern. Die erlauchten Herrscher verwendeten das Gemüse sogar als Wappenzierde. Der britische Landesteil Wales trägt auch heute noch Porree in seinem Wappen.
