Der Pflanzenschnitt
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Grundlagen
Zuerst einmal muss man sich darüber im klaren sein, was man mit seinem Schnitt erreichen möchte. Dient er als Pflanzschnitt, zur Verjüngung (verhinderung von Vergreisung und Anregung von neuen Trieben), zum Anregen von Wachstum (Anregung von Blüten oder Bildung neuer Triebe), zum Beruhigen der Pflanze(wenn die Pflanze zu groß ist und man das Wachstum bremsen möchte), zum Anregen von reicher Fruchtfolge, Erhaltungsschnitt oder als Erziehungs und Formschnitt (Gestaltung für Hecken, Beeteinfassungen, Bögen, Spalierobst).
Die Pflanze reagiert direkt auf einen Schnitt; sodass man dadurch eine gewünschte Reaktion hervorrufen kann.
Es gibt bei den Pflanzen die runden Blütenkospen und den länglichen Blattknospen; die im Frühjahr austreiben. Die Triebknospen wachsen im ersten Jahr in die Länge und bilden neue Knospen und Blätter. Ab dem zweiten Jahr werden diese Triebe nur noch dicker; es bilden sich junge Seitentriebe.
Die Wurzel der Pflanze ist das Spiegelbild des oberirdischen Teiles. Sie leitet Wasser und darin gelöste Nährstoffe in die Äste und Krone. Dieser sogen. Saftstrom beginnt im Frühjahr zu fliessen.
Wenn man nun im Frühjahr schneidet (einkürzt)fallen ein Teil der Knospen durch den Schnitt weg und der Pflanzensaft verteilt sich auf die übrig gebliebenen Blätter und Knospen. Dadurch dass die übrig Gebliebenen nun mehr Nährstoffe bekommen (das es durch den Schnitt weniger sind) werden diese länger und bilden stärkere Triebe. Der Frühjahrschnitt regt also einen starken Austrieb an.
Wenn man es aber mit dem Scnitt übertreibt, dann bildet die Pflanze nur sehr lange, instabile Triebe, da die Wurzel und die oberirdischen Teile im Ungleichgewicht sind.
Beim Sommerschnitt entfernt man auch Blätter. Es werden dadurch weniger Reservestoffe für den Winter gebildet. Deshalb wird der Austrieb im Frühjahr schwächer sein. Man beruhigt und hemmt das Wachstum der Pflanze also mit dem Sommerschnitt.
