Rosenkohl

Anbau

Der Rosenkohl

Rosenkohl anbauen, Rosenkohl im Garten

Der Rosenkohl wurde im 19. Jahrhundert erstmals in der Nähe von Brüssel angebaut und fand von dort seine Verbreitung. Deswegen heißt er auch bei uns Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl.
Der Rosenkohl stellt die gleichen Ansprüche an den Boden wie die anderen Kohlarten. Unbedingt ist aber eine Überdüngung zu vermeiden, da sonst nur lockere Röschen wachsen. Er kann gut als Nachkultur gepflanzt werden, sollte aber bis Mitte Juni ausgepflanzt sein. Der Abstand der Setzlinge beträgt 50 mal 50 cm. Der Pflanzabstand ist wichtig, denn bei zu weitem Abstand wachsen die Röschen zu locker und bei zu engem Abstand könnten die Rosenkohl-Röschen faulen.
Im September werden die Spitzen der Pflanzen herausgebrochen, damit sich die Kräfte auf die Entwicklung der Rosen konzentrieren können.

Ernte

Rosenkohl ist bei uns winterhart. Durch Frost werden die Rosen sogar schmackhafter und zarter. Dieses Gemüse ist eines der wenigen, welches auch im Winter Vitamine in die Küche bringt.
Der kleine Kohl ist etwas kalorienträchtiger als seine Vettern, dafür aber ein sehr wertvoller Vitamin- und Mineralstoffspender. So ist er besonders reich an Vitamin A, B1, B2 und C und enthält doppelt so viel Kalium und Eisen wie Weißkohl

Tip

Mit Holzaschedüngung erhält man schöne feste Rosen.
Es empfiehlt sich die Pflanzen anzuhäufeln, damit sie standfester werden. Außerdem bildet der Rosenkohl dann unten am Spross reichlich Wurzeln und kann mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Vor allem ab September bis zu den ersten Frösten sind, wie bei allen anderen Kohlarten auch, regelmäige Wassergaben wichtig.
´ Beim Rosenkohl lässt sich die Erntemenge deutlich steigern, wenn Sie die Pflanzen zwei- bis dreimal von unten beginnend durchpflücken. Sind die untersten Partien abgeerntet, wachsen die Knospen darüber besser nach.
Färben sich die Blätter des Rosenkohls im Garten nach langen Regenfällen rötlich-blau oder gelblich, ist dies ein Zeichen für Nährstoffmangel und man sollte nachdüngen.

Wenn nicht gleich der gesamte Rosenkohl verwerten werden kann, schlägt man ihn ein. Die ganze Rosenkohl-Pflanze, vorsichtig, mitsamt der Wurzeln wird an einer schattigen Gebäude-Nordseite eingegraben und mit Reisig oder Stroh abgedeckt. Man wässert den Rosenkohl an seinem neuen Platz im Garten bei starker Trockenheit, damit die Röschen nicht welken. Nun sind die Pflanzen vor der wechselnden Witterung geschützt und man kann jederzeit frischen Rosenkohl ernten.