Tomaten
Anbau
Die Tomate, Solanum lycopersicum, stammt aus Peru und wurde dort Tumatl genannt. Tomaten ist das einzige Gemüse, dass einen Stammplatz haben möchte. Sie bleiben gesund, wenn sie mit ihren eigenen Abfällen gedüngt werden. Diese Früchte sind sehr sonnenhungrig, sehr durstig und sehr anspruchsvoll in der Ernährung.
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Das Beet muss im Herbst mit Kompost und Dünger vorbereitet werden. Hier kann man auch gut getrockneten Rinderdung verwenden; alternativ eine Horn-Blut-Knochenmehlmischung oder Guano. Alles mit einer Mulchdecke abdecken.
Man kann seine Tomatenpflanzen kaufen, oder, wenn man außergewöhnliche Züchtungen ausprobieren möchte, die Samen ab März auf der Fensterbak ziehen. Die pikierten Pflanzen werden dann im Frühbeet oder unter Folienschutz abgehärtet. In der zweiten Maihälfte, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, kommen sie ins Freiland.
Die Tomaten brauchen einen Abstand von 50 cm bis 80 cm und zwischen den Reihen 80 cm bis 100 cm. Das Pflanzloch wird mit reifen Kompost ausgefüttert und die Tomaten schräg und sehr tief, bis zum Blattansatz, eingesetzt. Dadurch werden Seitenwurzeln, die für zusätzliche Ernährung sorgen, gebildet. Man kann die Pflanzen auch zusätzlich nach und nach anhäufeln. Zum Schluß wird mit verdünnter Brennesseljauche angegossen.
Zum Anbinden wird neben jeder Pflanze ein Holzpfahl oder Welldrahtstab in den Boden gesteckt. Nur zwei bis drei Haupttriebe wachsen lassen, die dann angebunden werden. Die Triebe in den Blattachseln werden den ganzen Sommer über herausgebrochen; entgeizen. Mehrmals wird nun mit Planzenjauche nachgedüngt und bei Trockenheit gewässert. Nur mit abgestandenem warmen Wasser und niemals über die Blätter gießen. Alles mit einer Mulchschicht abdecken.
Im Spätsommer, Anfang September, werden die obersten Blütentriebe abgebochen, damit alle Kräfte in die vorhandenen Blütenansätze gehen. Niemals Teile der Blätter abschneiden.
In rauhen Gegenden und bei regnerischen Sommer sollte man die Tomaten mit einer Folie schützen.
Tomatensorten
Man kann die Tomaten nach Größe, Farbe und Wuchs in verschiedenen Gruppen einteilen.
Die Stabtomaten müssen an Stützen angebunden werden und wachsen sehr gut und fast unbegrenzt.
Die Busch- oder Strauchtomaten hören nach der vierten oder fünften Blütentraube an ihrem Stängel auf zu wachsen, sie bleiben etwas gedrungener; brauchen jedoch auch eine Stütze. Die Früchte eines Blütenstandes müssen gleichzeitig reifen, weil diese Tomatensorte als ganze Traube geerntet wird. Zum Beispiel Hoffmanns Renita, Kremser Perle oder Patio.
Die Fleischtomaten besitzen mehr Fleisch und weniger der gallertartigen Masse um die Samen herum. Sie sind rundlicher und die Oberfläche ist leicht gerippt. Zum Beispiel die Berner Rose, Gelbe Paprika, Marmande oder St. Pierre. Fleischtomaten wiegen mehr, so ca. einhundert Gramm; es gibt aber auch Sorten, die bis zu ein Kilogramm wiegen.
Die Eiertomaten oder auch Roma-Tomaten werden nur bis zu sechzig Gramm schwer und sind eiförmig. Sie schmecken besonders intensiv. Zum Beispiel Roma, San Marzano oder Cigalon.
Die kleinsten Tomaten sind die Kirsch- oder Cocktailtomaten mit einem Gewicht bis maximal vierzig Gramm. Farblich gesehen sind die Sorten meistens rot, es gibt aber auch Früchte, die bei Vollreife grün, gelb oder sogar gestreift sind. Zum Beispiel Bistro, Black Pear, Evita, Gelbe Mirabelle oder Gardeners Delight.
